Blog – CAD-Becker.de

Blogs zum Thema AutoCAD und weiteren Autodesk Produkten

Artikel der Kategorie Februar 15th, 2009

AutoCAD 2009 – Layermanagement, warum überhaupt Layer -

Februar 15, 2009 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, 3.02 Layer, CAD-Administration/ Management Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Noch keine Kommentare →

Ich möchte hier einige grundlegende Dinge zum Layermanagement diskutieren, denn ich werde häufig mit Argumenten gegen Layer konfrontiert, die nicht nachzuvollziehen sind.

Bei einer sinnvollen Gestaltung der Layer, können im Layout unterschiedliche Darstellungen von ein und derselben Zeichnung durch einfaches “frieren im aktuellen Ansichtsfenster” erstellt werden (z.B. Darstellung von Heizungs- und / oder Elektropläne).

Werden in Architektur-Zeichnungen die Layer für Wände sinnvoll bezeichnet, könnte dadurch eine manuelle Massenermittlung unterstüzt werden. Es sollte die Dicke der Wand und das Material in den Layernamen aufgenommen werden.

Die Layer werden in der Vorlage-Zeichnung erstellt, damit diese bei jeder neuen Zeichnung sofort zur Verfügung stehen.

Zum Beispiel:

  • Das Wechseln zwischen den Layern ist zu umständlich
  • Bei sehr vielen Layern unübersichtlicht.
  • Warum überhaupt so viele, es geht doch auch mit ein oder zwei dieser Layer.

Dabei ist das Layermanagement einer Zeichnung das wichtigste Arbeitsmittel um Zeichnungen zu struktieren.

Detaildarstellungen sind einfacher zu erstellen, indem diese nicht kopiert werden und doppelt in größerer Darstellung im Modellbereich gezeichnet werden, sondern in Originalgröße am Originalplatz auf Detaillayer gezeichnet werden. Die Detaildarstellung erfolgt im Layout im gewünschten Maßstab. Diese Vorgehensweise erspart das doppelte Editieren bei Änderungen. Maßstabsänderungen sind einfach als Eigenschaftsänderung des Ansichtsfenster vorzunehmen.

Layer helfen beim Zeichnen, weil die Objekte die Eigenschaften (Farbe, Linientyp und Linienstärke) des Layers annehmen können. Diese spezielle Eigenschaft der Objekte heißt “vonLayer”. Haben alle Objekte der Zeichnung diese Eigenschaft, kann durch eine einfache Eigenschaftsänderung des Layer, z.B. Farbänderung, die Eigenschaft der Objekte geändert werden. Ist dieses nicht der Fall, wird ein einzelne Objekteigenschaftsänderung erforderlich, ein sehr aufwendiges Unterfangen.

Ab AutoCAD 2008 können in den Ansichtsfenster die Eigenschaften – Farbe, Linientyp und Linienstärke – der Layer überschrieben werden. Damit kann z.B. mit Ausgrauen der Architektur-Layer die Gebäudetechnik hervorgehoben werden.
Um die Übersichtlichkeit in der Layerliste zu gewährleisten, sollten Layer gruppiert werden.

 Siehe dazu den Blog-Beitrag: AutoCAD 2009 – Layer gruppieren -.

Idee für eine Massenermittlung

Ich weiß, diejenigen, die ADT, MEP oder ähnliches benutzen, werden mich belächeln.

Zum Beipiel:
Name: A_Wand_24_KS, Beschreibung: Architekturlayer für 24er Wände in Kalksandstein.

Wann wird ein Layer erstellt?

Jedes Objekt hat eine bestimmte Bedeutung. Es stellt eine Wand dar oder ein Fenster, ist vielleicht der Vorlauf einer Heizungsanlage. Diese Bedeutung stellt im Grunde einen Layer dar, der erstellt werden MUSS.

Namenskonventionen

Jeder Layer erhält einen sinnvollen Namen, dieser Name sollte auch von externen Zeichner verstanden werden. Eine Durchnummerierung ist somit nicht sinnvoll. Was z.B. soll ein Layer mit dem Namen “100_1″ schon bedeuten? Im Übrigen halte ich die Namensgebung in Mechanical nicht sehr gelungen.
Wichtig bei der Benennung sind Präfixe, also Zusätze vor dem eigenlichen Namen. Diese Präfixe erlauben es in der Gebäudetechnik z.B. die einzelnen Gewerke auseinander zu halten.

Hier einige Beispiele:

  • Name: H_Vorlauf, ein Heizungslayer für den Vorlauf
  • Name: A_Fenster, ein Architekturlayer für Fensterdarstellungen
  • usw.

Ein weiterer Präfix ist der Firmennamen-Präfix. Damit können die in der eigenen Firma üblichen Layer bezeichnet werden.

Zum Beispiel:

  • Name: CB_H_Vorlauf, ein Heizungslayer der Fa. CAD-Becker.de für den Vorlauf

Ein weiteren Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass die Layer in der Layerliste richtig sortiert werden.

Tipp: Lieber einen Layer mehr erstellen, als einen zu wenig.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Autor: Dipl.-Ing. Jürgen A. Becker Kontakt: Juergen.Becker@CAD-Becker.de oder Juergen.Becker@AUGI.COM

 

  • Langjährige Schulungserfahrung
  • Autorisierter AutoCAD Trainer (AutoCAD, Mechanical Desktop etc.)
  • Software- und Datenbankentwicklung
  • AutoCAD 2009 – Layer gruppieren -

    Februar 15, 2009 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, 3.02 Layer Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag 2 Kommentare →

    In vielen Zeichnungen sind häufig eine große Anzahl von Layern vorhanden die von externen Firmen erzeugt wurden oder die für in der Gebäudetechnik notwendigen Unterteilungen in Gewerke wiederspiegeln.

    Das führt dann häufig zu den sprichwörtlich “1000den” Layern und die Übersichtlichkeit der Layerliste geht dann damit verloren.

    Um die Übersichtlichkeit zu erhalten besteht die Möglichkeit Layer in Form von Gruppenfilter zu gruppieren.

    Layergruppen

    Die Gruppenfilter werden im Layereigenschafts-Manager in linken Bereich innerhalb der Baumstruktur erzeugt.

    Im Kontextmenü der Baumstruktur-Elemente wird ein neuer Gruppenfilter erstellt und dieser sinnvoll benannt. Es sollte auf das übergeordnete Baumstruktur-Element geachtet werden, denn unterhalb diesem wird der neue Gruppenfilter erstellt.

    Aufruf neuer Gruppenfilter

    Ist der neue Gruppenfilter erstellt, werden die dazugehörigen Layer markiert – mit Shift und Strg – und mit gedrückter linker Maustaste in den Gruppenfilter gezogen. Mit dieser Arbeitsweise werden die erforderlichen Layer in der Layerliste auf die für die Arbeit notwendigen Layer reduziert und die Übersichtlichkeit bleibt erhalten.

    Gruppenfilter-Inhalt wird erstellt

    Viel Spaß beim Ausprobieren.

    Autor: Dipl.-Ing. Jürgen A. Becker
    Kontakt: Juergen.Becker@CAD-Becker.de oder Juergen.Becker@AUGI.COM

  • Langjährige Schulungserfahrung
  • Autorisierter AutoCAD Trainer (AutoCAD, Mechanical Desktop etc.)
  • Software- und Datenbankentwicklung