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Artikel der Kategorie ‘3.03 Zeichnen’

AutoCAD Back to the Basics: Benutzerkoordinatensystem (BKS)

September 01, 2010 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, 3.03 Zeichnen Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Noch keine Kommentare →

back-to-basics
 
Ich erhielt in der letzten Woche per Mail die Frage:
 
Wie wird ein Benutzerkoordinatensystem um die x- oder y-Achse gedreht?
 
Ich möchte die Frage zum Anlass nehmen die Frage hier in meinem Blog zu beantworten und noch mit weiteren Tipps bezüglich Benutzerkoordinaten ergänzen.
 
Der Befehl zur Bearbeitung eines Benutzerkoordinatensystems lautet BKS.
 
Dieser Befehls muss sehr häufig  in 3D-Zeichnungen genutzt werden, um z.B. die Höhe eines Objektes in die richtige Richtung definieren zu können. Die Höhe eines Objektes wird nämlich in die Z-Richtung gezeichnet. Somit ist es unumgänglich das Koordinatensystem zu drehen.
In 2D-Zeichnungen kann dieser Befehl sehr in Lagepläne genutzt werden, damit z.B. parallel zu Gebäuden oder Straßen gezeichnet werden kann.
 
Hier einige wichtige BKS Menüoptionen für die 2D-Konstruktion.
 
Ursprung des neuen Koordinatenursprungs
Einfach nach Aufruf des Befehls BKS den neuen Koordinatenursprung auswählen. Die nächste Frage nach der X-Achse kann mit Auwahl eines Punktes auf der positiven zukünftigen X-Achse beantwortet werden oder mit der Eingabetaste, damit würde die aktuelle Ausrichtung des BKS beibehalten.
 
Das Koordinatensystem entlang eines Objektes ausrichten
Aufruf des Befehls BKS. Mit der Menüoption OBJEKT das Objekt auswählen, anhand dessen das Koordinatensystem ausgerichtet werden soll. Dabei ist zu beachten das der Auswahlpunkt in der Nähe des gewünschten Koordinatenursprung liegt.
 
Ausrichten des BKS anhand eines Objektes

Ausrichten des BKS anhand eines Objektes

 
Drehen des Koordinatensystems um eine Achse
Im Menü des Befehls BKS sind die Optionen X, Y und Z enthalten. Mit diesen Optionen kann das aktuelle BKS um die gewünschte Achse, also X, Y oder Z  gedreht werden. Dabei ist die Drehrichtung zu beachten.
 
Tipp: Um die richtige Drehrichtung zu ermitteln sollte man wie folgt vorgehen. Stellen Sie dich gedanklich auf die Achse um die gedreht werden soll und schauen in Richtung des Koordinatenursprungs. Bei einem positiven Drehwinkel wird nach links, bei einem negativen Drehwinkel wird nach rechts gedreht.
 
Definition des Koordinatensystems mit Hilfe von drei Punkten
Die Menüoption des Befehls BKS “3PUNKTE” ermöglicht die Definition des neuen Koordinatensystems mit den Angaben:
1. Neuer Koordinatenursprung.
2. Punkt auf der positiven zukünftigen X-Achse
3. Punkt mit positiven Y-Wert auf der X,Y-Ebene des BKS. Eigentlich wie Punkt 1, Geben Sie einen Punkt auf der positiven zukünftigen Y-Achse an.
 
 
Viel Spaß beim Ausprobieren

Dipl.-Ing. Jürgen A. Becker
Kontakt: Juergen.Becker@CAD-Becker.de oder Juergen.Becker@AUGI.COM

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AutoCAD – Linientypskalierung -

Dezember 21, 2009 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, 3.03 Zeichnen, 3.12 Layoutbereich, 3.17 Beschriftungsobjekte Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Noch keine Kommentare →

In diesem Artikel möchte ich versuchen, die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Linientypsklaierungs-Faktoren zu erläutern.

Alle Faktoren sind Systemvariablen, die in der Zeichnung gespeichert werde. Sie sollten somit in der Vorlage-Zeichnung entsprechend den Erfordernissen gespeichert werden.

Linientypfaktor

Systemvariable: LTSCALE

Sie steuert die Größe des Muster einer Linie bei nicht Continuous-Linien. Je größer die Zahl, desto größer wird das Muster. Dieser Faktor ist ein globaler Faktor, der auf alle Objekte in der Zeichnung wirkt.

Die Größe dieses Faktors ist abhängig von den Zeichnungseinheiten. Wird in Meter gezeichnet, ist der Faktor eher kliener als wenn in Millimeter gezeichnet wird.

Sollen einzelne Objekte andere Skalierungen erhalten, muss im Eigenschafts-Manager die Linientyp-Skalierung für diese Objekte geändert werden.

Individuelle Objektskalierung

Individuelle Objektskalierung

 Systemvariable: PSLTSCALE.

Diese Variable steuert die Skalierung in den Ansichtsfenstern des Layoutbereichs.

Wird sie auf null (0) gestellt, variiert die Sklaierung anhand des Ansichtsfenster-Maßstabes.

Wird sie auf eins (1) gestellt, ist die Skalierung der Linien in allen Ansichtsfenstern identisch, auch wenn sie unterschiedliche Maßstäbe besitzen.

Systemvariable: MSLTSCALE

Diese Variable existiert ab der AutoCAD-Version 2008 und steuert die Skalierung anhand des Beschriftungsmaßstabes.  Sie kann ein bzw. ausgeschaltet werden.

Verändert sich der Beschriftungsmaßstab verändert sich ebenfalls die Skalierung der Linie nach Regenerierung. Dieses gescheiht sowohl im Modelbereich als auch in den Ansichtsfenstern.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Autor: Dipl.-Ing. Jürgen A. Becker
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  • AutoCAD 2010 – Dimetrische Perspektive -

    April 03, 2009 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, 3.03 Zeichnen Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Noch keine Kommentare →

    Im dimetrischen Perspektive werden die Breiten und Höhen unverkürzt, die Tiefen auf die Hälfte verkürzt in Winkeln von 7° bzw. 42° zur Waagerechten gezeichnet.

    dimetrische polare Winkel

    dimetrische polare Winkel

    Diese Winkel werden im AutoCAD über den polaren Fang realisiert.  In den Entwurfseinstellungen im Register Spurverfolgung wird der Inkrementwinkel auf 90° gestellt und weiter zusätzliche Winkel (42°, 173°, 222° und 353°) eingefügt. Mit diesen zusätzlichen Winkeln weden alle Richtungen in einer dimetrischen Perspektive abgedeckt.

    polare Winkeleinstellungen

    polare Winkeleinstellungen

    Beim Zeichnen wird darauf geachtet, dass die polaren Winkel eingehalten werden.

    Viel Spaß beim Ausprobieren.

    Autor: Dipl.-Ing. Jürgen A. Becker
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    AutoCAD 2009 – Zwei Polylinien-Typen -

    März 17, 2009 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, 3.03 Zeichnen Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag 2 Kommentare →

    Seit AutoCAD R14 existieren datenbanktechnisch zwei unterschiedliche Typen von Polylinie.

    • LightWeightPolyline (LWPOLYLINE)
    • Polyline (POLYLINE)

    Wie das Wort “LightWeight” schon sagt ist der Speicherbedarf dieser Polyline erheblich geringer als der der Polylinie, da bei der Polylinie alle Kontrollpunkte als eigenständiges Objekt in der Datenbank behandelt wird. Dieses ist bei der LWPOLYLINE nicht der Fall.

    Der Befehl Liste zeigt für die LWPolyline im Textfenster folgende Information:

    LWPOLYLINE  Layer: “Wirtschaftseinheit”
    Bereich: Modellbereich
    Referenz = 191a
    Geschlossen
    Konstante Breite     0.000
    Fläche   17897.599
    Umfang   747.591

             Bei Punkt  X=3465212.604  Y=5769547.453  Z=    0.000
             Bei Punkt  X=3465222.463  Y=5769552.654  Z=    0.000
             Bei Punkt  X=3465240.365  Y=5769563.849  Z=    0.000
             Bei Punkt  X=3465258.766  Y=5769530.565  Z=    0.000

    Der Befehl Liste zeigt für die Polyline mit einem Kontrollpunkt im Textfenster folgende Information:

    POLYLINIE  Layer: “WEText”
    Bereich: Modellbereich
    Referenz = 1e2a
    Offen
    Startbreite     0.000
    Endbreite     0.000
    Fläche  1088.218
    Länge   111.803

    KONTROLLPUNKT  Layer: “WEText”
    Bereich: Modellbereich
    Referenz = 1e2e
    an Punkt, X=3465321.633  Y=5769393.151  Z=    0.000
    Startbreite     0.000
    Endbreite     0.000

    Die Systemvariable “PLINETYPE” legt fest, ob optimierte 2D-Polylinien verwendet werden. PLINETYPE steuert sowohl die Erzeugung neuer Polylinien mit dem Befehl PLINIE als auch die Konvertierung bestehender Polylinien in Zeichnungen aus früheren Releases.

    Mögliche Werte der Systemvariable “PLINETYPE”

    0 Polylinien in älteren Zeichnungen werden beim Öffnen nicht konvertiert; PLINIE erzeugt Polylinien des alten Formats.
    1 Polylinien in älteren Zeichnungen werden beim Öffnen nicht konvertiert; PLINIE erzeugt optimierte Polylinien.
    2 Polylinien in AutoCAD Release 14 oder älteren Zeichnungen werden beim Öffnen konvertiert; PLINIE erzeugt optimierte Polylinien

    Der Befehl “KONVERT” konvertiert 2D-Polylinien aus früheren Versionen (vor AutoCAD R14) in LWPolylinie.

    Befehl: KONVERT
    Typ der zu konvertierenden Objekte eingeben [Schraffur/Polylinie/ALles] <ALles>: P
    Voreinstellungen für Objektwahl auswählen [AUswählen/ALles] <ALles>: AL
    3 2D-Polylinienobjekte konvertiert.

    Nach der Konvertierung existieren nur noch LWPolylinien in der Zeichnung. Diese können nicht in 2D-Polylinie zurückkonvertiert werden.
    Viel Spaß beim Ausprobieren.

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  • AutoCAD 2009 – Z-Koordinate ignorieren -

    Oktober 20, 2008 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, 3.03 Zeichnen Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Noch keine Kommentare →

    Umgehen des Problems

    Mit dem Befehl Optionen im Register Entwurf kann zwar nicht das Ignorieren des Z-Wertes eingeschalten werden, allerdings kann hier das Ersetzen des Z-Wertes durch die aktuelle Erhebung aktiviert werden.

    Die Erhebung ist die aktuelle Höhe der Arbeitsebene, diese wird mit dem Befehl Erhebung eingestellt. Ist dieser Wert auf 0 (Null) eingestellt, so wird der Z-Wert ebenfalls auf 0 eingestellt unabhängig vom angepicktem Punkt. Dieser kann einen Z-Wert besitzen.

    z-Wert ignorieren

    Alle Z-Werte der Objekte einer Zeichnung auf Null setzen.
    Die Funktion FLATTEN in den Express-Tools erledigt diesen Job.
    Die Objekthöhe und die Erhebung der gewählten Objekte wird auf Null gesetzt.
    Hinweis: Diese Funktion steht nur im AutoCAD nicht in der LT Variante zur Verfügung.

    Befehl: Flatten
    Select objects to convert to 2d…
    Objekte wählen: 1 gefunden

    Objekte wählen:
    Remove hidden lines? <Yes>: n

    Viel Spaß beim Ausprobieren.

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