Das Durchmesserzeichen in Texten und Bemaßungen wird bei den Anwendern meist auf unterschiedlichster Art realisiert.
Durch unterschiedliche ASCII-Zeichen oder – was richtig ist – durch %%c.
Der einzig richtige Weg zum Druchmesserzeichen ist, wie die Darstellung oben zeigt die Zeichenfolge %%c. Sie stellt, angewandt im DText und MText an der Eingabestelle ein Durchmesserzeichen dar. Das Zeichen wird immer unabhängig vom genutzen Zeichensatz angezeigt.
ASCII-Zeichen sind aus mehreren Gründen nicht ratsam: Sie sind abhängig vom verwendeten Zeichensatz.
Eine Kommunikation weltweit mit z.B. europäischem Ausland mit den unterschiedlichsten Zeichensätzen führt zu erheblichen Problemen, da die meisten Varianten des ASCII-Zeichens für Durchmesser oberhalb des ASCII-Zeichens 127 liegen. Dieser Bereich ist ein nationaler Bereich der ASCII-Tabelle, der für die unterschiedlichsten Länder auch unterschiedlich ausfallen kann. Selbst im selben Land kann es zu Problemen kommen.
Mein Tipp:
Die Nutzung von ASCII-Zeichen grundsätzlich vermeiden. Das Durchmesserzeichen mit %%c erstellen.
Die Nutzung eines Unicodes ist erlaubt und erwünscht, da er alle weltweiten Zeichen eines Zeichensatzes beinhaltet, so dass diese auch dargestellt werden können.
Werden Winkel-Bemaßungen größer als 180° benötigt, stellt man nach Auswahl von zwei Linien fest, das ein Winkelbemaßung größer als 180° nicht möglich ist.
Die Lösung ist denkbar einfach:
Die Frage nach der Auswahl von Bogen, Kreis, Linie wird mit der Eingabetaste beantwortet.
Die weiteren Frage nach Scheitelpunkt und den zwei Winkelendpunkten wird wie unten im Bild dargestellt beantwortet.
Danach ist man in der Lage zwei Winkel zu bemaßen:
der einschließende Winkel
der Winkel über 180°
Hier die Befehlsfolge:
Befehl: BEMWINKEL
Bogen, Kreis, Linie wählen oder <Scheitelpunkt angeben>:
Winkel-Scheitelpunkt angeben:
Ersten Winkelendpunkt angeben:
Zweiten Winkelendpunkt angeben:
Position des Maßbogens angeben oder [Mtext/Text/Winkel/Quadrant]:
Maßtext = 285
Der Befehl STUTZEN wird von uns allen sehr häufig genutzt. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob alle User über die nun folgenden Tricks informiert sind.
Einige dieser Feature im Befehl STUTZEN sind erst in den letzten AutoCAD-Versionen implementiert worden.
Text als Schnittkante
Den wenigen ist bekannt, dass ein Text bei der Frage nach der Schnittkante gewählt werden kann. Ein imaginäre Umgrenzung des Textes wird hier als Schnittkante angenommen, so dass innerhalb dieser Umgrenzung Objekte geschnitten werden können.
Schraffur Stutzen Feature
Schraffuren als Schnittkante oder als zu stutzendes Objekt wählen
Im obigen Beispiel wurde die Schraffur als zu stutzendes Objekt gewählt, ohne das die Schraffur vorher in den Ursprung versetzt wurde.
Schraffur als Schnittkante
Im nächsten Beispiel wird die Schraffur als Schnittkante genutzt. Jede Schraffurlinie kann als Schnittkante zum Stutzen anderer Objekte genutzt werden.
Bemaßung stutzen
Bemaßung stutzen
Das nächste Beispiel zeigt, dass Bemaßungen ebenfalls gestutzt werden können.
Elemente eines Blocks als Schnittkante nutzen
Elemente eines Blocks als Schnittkante nutzen
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Werden Elemente eines Blocks bei der Schnittkantenwahl ausgewählt, werden diese als solche genutzt und schneidende Objekte werden entsprechend gestutzt.
Auswahl der Schnittkanten
Ein sehr schnelle Auswahl der Schnittkanten kann über ein Bestätigen der Frage “Schnittkanten wählen” alle sichtbaren Objekte als Schnittkanten gewählt werden. Diese Möglichkeit ist in einigen vielleicht sogar in vielen Fällen nicht unbedingt sinnvoll, da die Auswahl der zu stutzenden Objekte sich schwierig und aufwendig gestaltet.
Zu stutzendes Objekt wählen bzw. zum Dehnen mit der Umschalttaste wählen oder
[ZAun/KReuzen/Projektion/Kante/Löschen/ZUrück]:
Umschalten in den Befehl DEHNEN
Sollen Objekte anhand einer Schnittkante bzw. Grenzkante gestutzt oder gedehnt werden, muss für das Dehnen das zu dehnende Objekt mit der SHIFT oder Umschalttaste ausgewählt werden.
Hier ein Video, das diesen Beitrag verdeutlicht.
In diesem Blogbeitrag möchte ich eine einfache Möglichkeit vorstellen Koordinaten innerhalb eines Lageplans zu beschriften.
Die Beschriftung soll später wie folgt aussehen:
Zunächst wir ein Mittenkreuz mit einer Linienlänge von 10 Einheiten gezeichnet. Der Kreis mit dem Zentrumspunkt auf dem Schnittpunkt des Mittelkreuzes hat eine Radius von 3 Einheiten.
Die Koordinaten werden als ein Attribute definiert, der Wert des Attributs wird durch ein Feld oder auch Schriftfeld) bestimmt.
Bei der Definition des Attributs sollte darauf geachtet werden, das der Modus “Vorwahl” aktiviert ist. Damit wird eine Abfrage des Attributwertes während des Einfügens unterdrückt.
Die Felddefinition erfolgt über die Schriftfeldkategorie “Objekte” (bite den Kreis auswählen). Da der Wert der Koordinate die Zentrumeigenschaft des Kreises ist, bitte die Eigenschaft ZENTRUM auswählen. Die Zahlendarstellung sollte nach belieben gewählt werden.
Um die Führungslinie indiviuell gestalten zu können, wird nach der Definition des Blocks im Blockeditor eine Punktparametrik definiert.
Eine Strecken-Aktion wie folgt wird definiert.
Damit ist die Definition des Blocks abgeschlossen und er kann eingefügt werden.
In Architektur-Zeichnungen werden Maßzahlen mit halben Zentimetern mit einer hochgestellten Zahl dargestellt, z.B 365 nicht 36,5.
Da AutoCAD dieses nicht automatisch erkennt, müßte ein Programm geschrieben werden, dass für uns diese Hochgestellung erstellt. Hier möchte ich einen Tipp darstellen, mit dessen Hilfe und ohne viel Mühe eine Hochstellung der Zahl erreicht werden kann.
Dazu wird ein separater Bemaßungsstil erstellt, der nur auf solche Bemaßungen angewandt werden darf, die halbe Zentimeter beinhalten.
Folgende Einstellungen müßen im Register “Primäreinheiten” vorgenommen werden:
Die Abstände der Schraffurlinien sind ebenfalls abhängig vom Plotmaßstab. Damit die Abstände auf dem Ausdruck in den unterschiedlichsten Maßstäben immer gleich sind, sollte die Schraffur als Beschriftungsobjekt definiert werden.
Dieses geschieht im Schraffurdialog unter Optionen. Die Beschriftung wird aktiviert und automatisch die Assoziativ-Schraffur deaktiviert. Denn nur Assoziativ-Schraffuren können als Beschriftungsobjekte definiert werden.
Schraffur als Beschriftungsobjekt
Bemaßungen
Gerade bei Detaildarstellung der Konstruktion im Layout, werden häufig Bemaßungen nocheinmal dargestellt, obwohl sie in den unterschiedlichsten Ansichtsfenster schon mehrfach dargestellt wurden.
Dieses führte in den AutoCAD Versionen vor 2008 zu einem erheblich Aufwand.
Werden Bemaßungstile als Beschriftungsstile definiert, werden den Detailbemaßungen die erforderlichen Maßstäbe zugefügt. Die Skalierung anhand des Ansichtsfenstermaßstabes geschieht automatisch.
Bemaßung als Beschriftungsobjekt
Die Einstellung dafür geschieht im Dialog zu den Bemaßungsstile im Register “Einpassen”.
Blöcke
Blöcke werden in einigen Fällen als Symbole mit konstanten Größen unabhängig von Maßstäben eingefügt.
z.B.: Höhenkoten, Symbole in Feuerwehr- und Flucht/ Rettungspläne etc.
Im Dialog zum Definieren von Blöcken wird Beschriftung aktiviert. Sollen die Symbole im Layout immer waagerecht sein, egal wie das Ansichtsfenster gedreht wird, muss die Blockausrichtung ebenfalls aktiviert werden.
Blöcke als Beschriftungsobjekt
Multiführungs-Linien
Auch Multi-Führungslinien können als Beschriftungsobjekt definiert werden. Im Dialog zum Multiführungslinien-Stil wird Beschriftung aktiviert.
Ein kleine Neuerung im AutoCAD 2010 ist im Bemaßungsstil im Register “Primäreinheiten” hinzugekommen. Diese Neuerung wird den Bauzeichnern und Architekten unter uns entgegen kommen.
Bemaßungsstil: Null unterdrücken
In der Architektur-Bemaßung werden Bemaßungen gleich und oberhalb einem Meter in Meter bemaßt, unterhalb einem Meter in cm. Dieses war bis zur AutoCAD-Version 2009 nicht automatisch möglich, da es keine Einstellung dafür gab. Eine Individual-Programmierung konnte dort Abhilfe schaffen.
Das neue Release 2010 bietet in den Bemaßungstil-Einstellungen eine Möglichkeit dieses zu realisieren.
Im Register “Primäreinheiten” unter “Null unterdrücken” kann ein Untereinheitenfaktor (Meter in Zentimeter = 100) eingegeben werden. Wird das Suffix zur Untereinheit angegeben, werden Maße unterhalb einem Meter (Zahlen mit einer führenden Null) umgerechnet und hier in Zentimeter angegeben. Fehlt das Suffix, erfolgt keine Umrechnung. Aus diesem Grunde sollte auf jeden Fall ein Leerzeichen (ist hier zulässig) eingegeben werden.
Beispiel
Wie jeder sieht, wird die Zahl 25 umgerechnet. Was nicht gefällt, ist die Tatsache, das durch die Nullunterdrückung, Zahlen nicht mehr mit der gewünschten Genauigkeit angezeigt werden. Dieses ist allerdings in der Architekturbemaßung üblich.