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Artikel der Kategorie ‘GIS’

Katasterpläne als Rasterbild einfügen: Hier World Files oder Georeferenzierung

Juni 14, 2009 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, GIS Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag 1 Kommentar →

Dies ist die Fortsetzung des Artikels: AutoCAD 2009 – Georeferenzierte Lagepläne -

Eine Georeferenzierung eines Rasterbildes (TIFF oder JPG) geschieht in der Regel über ein World-File. Dieser World-File beinhaltet die erforderlichen Daten um eine Georeferenzierung zu gewährleisten. Diese haben denselben Namen wie die betreffende Grafikdatei. Die Erweiterung der World-Files verwendet in der Regel den ersten und dritten Buchstaben aus der Erweiterung der Grafikdatei und fügt ein w (World-File) an. (z. B. TIFF-World-File *.tfw).
Die Datei enthält zwei Koeffizienten für den X- und Y- Maßstab (Zeicheneinheiten pro Pixel), zwei Rotationskoeffizienten und die Koordinaten des linken oberen Pixels (Mittelpunkt des Pixels). Beispiel: 































Werte Beschreibung
0.03174804749508 Breite der Pixel in Koordinateneinheiten
0.00000000000000 erster Rotationskoeffizienten
0.00000000000000 zweiter Rotationskoeffizienten
-0.03174804749508 Höhe der Pixel in Koordinateneinheiten * -1
3465368.61070544130000 X-Koordinate der Mitte des oberen linken Pixels
5765378.54784430750000 Y-Koordinate der Mitte des oberen linken Pixels

Die Höhe der Pixel wird (für die nördliche Hemisphäre) negativ angegeben, da die Pixelkoordinaten in der Grafik von oben nach unten durchnummeriert werden, also entgegengesetzt zum betreffenden Koordinatensystem.

Katasterplan

AutoCAD MAP liest diese World-Files ein und interpretiert diese entsprechend. AutoCAD stellt keine Möglichkeit zum Einfügen von über World-Files georeferenzierte Rasterpläne zur Verfügung.
Möchte man diese Rasterpläne in eine Zeichnung mit AutoCAD einfügen, muss der Y-Koordinatenwert – oben links – nach unten links transformiert (umgerechnet werden) werden. Die folgende Tabelle zeigt eine Formel, die diesen Y-Wert berechnet.

Umrechnung des Y-Koordinatenwerts

Ein Beispiel:

Bei einer Höhe des Rasterbildes von 1000 Pixel und einer Pixelhöhe von 0.03174804749508 beträgt der y-Wert des oberen World-Files 5765378.54784430750000 – 1000 * 0.03174804749508 = 5765346.79979680.

Der X und Y-Wert wird als Einfügepunkt im Einfügedialog angegeben.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Autor: Dipl.-Ing. Jürgen A. Becker
Kontakt: Juergen.Becker@CAD-Becker.de oder Juergen.Becker@AUGI.COM

  • Langjährige Schulungserfahrung

  • Autorisierter AutoCAD Trainer (AutoCAD, Mechanical Desktop etc.)

  • Software- und Datenbankentwicklung
  • AutoCAD 2009 – Georeferenzierte Lagepläne -

    Januar 12, 2009 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, CAFM, GIS Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag 1 Kommentar →

    In der Architektur müssen häufig Lagepläne gezeichnet werden. In diesen Lagepläne werden die Lage der Strassen, der Gebäude etc. dargestellt. Üblicherweise erhält man Lagepläne mit der Darstellung der vorhandenen Gebäude vom Vermessungsamt (Katasteramt) der Kommune. In diese Lagepläne werden die neuen Gebäude vermaßt eingezeichnet.

    Die Pläne des Katasteramtes sind georeferenziert.  Die Lagepläne entsprechen somit in der Lage und Orientierung der Strassen und Gebäude der Realwelt. Diese Realwelt kann in AutoCAD mit Hilfe des Welt-Koordinatensystems abgebildet werden. Eine Definition der Georeferenzierung finden Sie in der Wikipedia.

    Beispiel:
    Ein Gebäude in der Stadt Bielefeld hat eine Koordinate von ca. x=3.500.000 und y=5.700.000 (siehe dazu den Online Kartendienst der Stadt Bielefeld). Diese Werte erscheinen sehr hoch, entsprechen aber dem Gauß-Krüger Koordinatensystem oder dem Welt-Koordinatensystem des AutoCAD.

    Vorteil dieser Georeferenzierung ist die einfache Zusammenführung der Pläne als XRef. Sie können im Koordinatenursprung mit einer Skalierung von eins und einer Drehung von 0° eingefügt werden. Vorraussetzung ist allerdings, dass sie in der selben Einheit (hier Zeicheneinheit = Meter) gezeichnet wurden. Die Zeicheneinheit Meter entspricht dem Gauß-Krüger Koordinatensystem und muss zwingend gewählt werden und zwar unabhängig von den üblichen Zeicheneinheiten anderer Zeichnungen.

    Ein Artikel in diesem Blog beschreibt die Umrechnung des Koordinatenwertes aus einem World-File.

    Viel Spaß beim Ausprobieren.

    Autor: Dipl.-Ing. Jürgen A. Becker
    Kontakt: Juergen.Becker@CAD-Becker.de oder Juergen.Becker@AUGI.COM

     


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    Google Earth Extension für AutoCAD, Architecture, Civil 3D, Map 3D – Teil 2 -

    Oktober 17, 2008 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, GIS Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag 1 Kommentar →

    Dieses ist der zweite Teil des Artikels über die Google-Earth Extension (hier finden Sie den ersten Teil). Im zweiten Teil wird das eingefügte Netz mit einem Mapping aus dem abgespeicherten Bild überzogen.
    Das Bild wird in Google-Earth gespeichert.

    Bild speichern

    Abbildung: Bild in Google-Earth speichern

    Im AutoCAD wird ein neues Material mit diesem Bild in der Mapping-Werkzeugpalette erstellt und das zu mappende Objekt ausgewählt.

    Bild auswählen und dem Objekt zuweisen
    Abbildung: Bild für Material wählen

    Der letzte Schritt ist die Wahl des Mapping-Verfahrens im Menü Ansicht->Render->Mapping. Hier wird das Ebenen-Mapping genutzt und das Netz als Objekt ausgewählt.

    Danach sollte das Netz mit dem Bild überzogen sein. Mit dem 3D-Orbit oder dem Steering-Wheel kann das Ergebnis überprüft werden.

    Das Ergebnis
    Abbildung: Der Ergebnis

    Viel Spaß beim Ausprobieren

    Google Earth Extension für AutoCAD, Architecture, Civil 3D, Map 3D – Teil 1 -

    September 29, 2008 Von: Jürgen Becker Kategorie: 3. AutoCAD, GIS Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag 1 Kommentar →

    Ein Tool, aus der Liste der Tools aus den Autodesk //Labs_ ist die Google Earth Extension für AutoCAD, Architecture, Civil 3D, Map 3D.

    Für die Darstellung von Lageplänen in der Architektur, ist die Google-Earth Extension eine gute Möglichkeit Luftbilder in den Lageplan zu integrieren. Durch das Einfügen des 3D-Geländemodells und dem dazugehörigen Bild können Belichtungsszenen – Sonnenstandsberechnungen – erstellt werden.

    Ich möchte hier versuchen, Ihnen einen kleinen Überblick über diese Funktion bieten.

    Die Extension erhalten Sie per Download von der Website der Autodesk //Labs_.  

    http://labs.autodesk.com

    Website der Google-Earth Extension auf http://Labs.autodesk.com

    Nach der Installation stehen Ihnen 4 neue Funktionen zur Verfügung.

    Einfügen des Bildes aus Google-Earth

    Am Beispiel der Sparrenburg in Bielefeld sollen hier die Möglichkeiten der Google-Earth Extension gezeigt werden.

    Google-Earth muss gestartet sein und sich im Vollbildmodus befinden.

    Die Sparrenburg in Google-Earth

    Befehl: _ImportGEImage
    Specify insertion point <0,0>: Specify rotation angle <0>:

    Im AutoCAD Map 3D wird das Bild georeferenziert eingefügt, diese Möglichkeit steht uns im AutoCAD nicht zur Verfügung. Aus diesem Grunde muss der Einfügepunkt manuell bestimmt werden. Diese Bild wird nur in schwarz-weiß dargestellt. Diese Einschränkung ist von Google gewünscht.

    Für AutoCAD-Anwender:
    Bitte beachten Sie beim Einfügen des Bildes auf den Einfügepunkt. Da in einem späteren Arbeitsschritt das Geländemodell eingefügt wird, ist ein Referenzpunkt wichtig, der auch ebim Einfügen des Geländemodells genutzt wird (z.B. der Koordinatenursprung des WKS).

    ge_sparrenburg.jpg

    Einfügen des Geländemodells

    Befehl: _ImportGEMesh
    Specify insertion point <0,0>:
    Specify rotation angle <0>:

    Bitte den selben Einfügepunkt benutzen, der beim Einfügen des Bildes definiert wurde.

    Das Geländemodell der Sparrenburg in Bielefeld

    Wie das Geländemodell mit einer Sonnenstandsberechnung gerendert dargestellt werden kann, möchte ich im nächsten Teil erläutern.

    Viel Spaß beim Ausprobieren.